Portrait

Christoph Sumann – wie alles begann …

Zu Beginn seiner sportlichen Karriere war Sumann ein erfolgreicher Skilangläufer, der Mitte der 1990er Jahre zum Juniorenteam Österreichs stieß und sich da etablieren konnte. Als Junior konnte er unter anderem in der Wintersportsaison 1995/96 den Gesamtsieg im Continental-Cup erreichen. In der Saison 96/97 bestritt er sein erstes Weltcuprennen und war auch Teilnehmer bei der Nordischen WM in Trondheim! Eine weitere Teilnahme erfolgte bei der WM in Lahti 2001. Seine besten Resultate im Langlauf Weltcup waren zwei 4.Plätze beim Sprint in Engelberg und Garmisch Partenkirchen! Nach 2 durchwachsenen Saisonen mit Formtiefs und Krankheiten entschied er sich ins Biathlon-Lager zu wechseln!

Nachdem seine erste Biathlon-Saison (2000/01) sportlich eher unspektakulär verlief, konnte Sumann in seiner zweiten Saison (2001/02) bereits erste Erfolge feiern. Im Dezember 2001 gewann er mit dem Team den Staffelbewerb in Pokljuka und schon bei den nächsten Bewerben in Osrblie konnte er am 21. Dezember 2001 im 10-km-Sprint seinen ersten Einzelsieg im Biathlon-Weltcup feiern. Die Saison beendete er mit dem 18. Platz im Gesamtweltcup.

Seinen größten Erfolg feierte Christoph Sumann, als er beim Massenstart bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 2009 in Pyeongchang die Silbermedaille gewann.

Im Weltcup lief es für ihn zunächst nicht nach Wunsch. Er erreichte zwar einige Top-10-Platzierungen, den Sprung aufs Podest schaffte er aber erst wieder im Jänner 2007 beim Weltcup in Ruhpolding. Nach über fünf Jahren Wartezeit konnte er dann am 20. Jänner 2007 in Pokljuka seinen zweiten Weltcupsieg in der 12,5-km-Verfolgung feiern. Nur einen Tag später gewann er auch den 15-km-Massenstart-Wettbewerb.

Im Dezember 2008 feierte er als Ersatz für Andreas Birnbacher bei der Biathlon-World Team Challenge 2008 auf Schalke gemeinsam mit der Deutschen Martina Beck den zweiten Platz hinter Oksana Kwostenko und Andrij Deryzemlja (Ukraine) und vor den Deutschen Kati Wilhelm und Michael Rösch. Ein Jahr später siegte er mit Kati Wilhelm und machte damit den ersten “2 Nationen-Sieg” perfekt.

Mit seinem 1. Platz im Einzel von Pokljuka in der Saison 2009/2010 gehört Christoph Sumann zu den wenigen Biathlethen, die in jeder Disziplin einen Weltcup-Sieg erreicht haben. Der Steirer war auch der erste Österreicher in der Biathlongeschichte, der sich das Trikot des Gesamtführenden im Weltcup überziehen durfte.

Bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver gewann er hinter Björn Ferry in der Verfolgung die Silbermedaille. Im vorhergegangenen Sprint-Wettbewerb hatte er den 12. Platz belegt. Beim 15km-Massenstart belegte er den 4. Rang. Beim abschließenden Staffel-Bewerb holte er mit der österreichischen Mannschaft wieder Silber. In dieser Saison 2009/2010 belegte er am Ende den 2. Platz im Gesamtweltcup hinter Emil Hegle Svendsen und holte sich die Kristallkugel in der Einzel Gesamtwertung.

Nach der Bronze Medaille im Einzel über 20 km bei der WM in Khanty Mansysk 2001 gab es zum Abschluss seiner Karriere noch einmal Bronze bei den Olympischen Spielen in Sotchi in der Staffel!